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Geprägt
von den Monaten in Schwyz folgte sie - und mit ihr auch
zwei Schwestern - der drängenden Bitte des Pfarrers
von Arenberg, Johannes Babtist Kraus, dem St. Peter durch
Kontakte mit dem Rektor des Klosters nicht unbekannt war.
Pfarrer Kraus suchte Ordensschwestern für die Pflege
seiner neu errichteten Wallfahrtstätten und für
die Übernahme caritativer Aufgaben in der damals
armen Pfarrgemeinde.
1868 erreichten die drei Frauen aus Schwyz den Arenberg
und bezogen das bereits 1864 erbaute Klösterchen,
in dem Josefa mit zwei weiteren Frauen das Noviziat begann
und den Ordensnamen Cherubine erhielt.
Doch unzählige innere Konflikte, die durch die spannungsreiche
politische Situation noch verschärft wurden, brachten
die junge Gemeinschaft in eine harte Zerreißprobe
- der Anfang schien bald schon ein Ende zu haben.
Letztlich
war es Mutter M. Cherubine, diese zarte, doch entschiedene
Frau, die all das Finstere und Undurchsichtige jener Zeit
durchgetragen hat und nach einem hartnäckigen und
schmerzlichen Hin und Her als Einzige zum Arenberg zurückkehrte.
Hier erkannte sie den Ort ihrer Berufung, hier den Ort
ihrer Sendung. Die wache Hoffnung auf das, was nicht in
ihrer Macht stand, ihre Bescheidenheit und ihre unaufdringliche
Präsenz machten sie frei zum Handeln und ließen
sie ganz da sein für die Menschen, die ihrer Hilfe
bedurften: Kinder, Jugendliche, arme, kranke und alte
Menschen. Sie lagen ihr am Herzen, ihnen schenkte sie
ihre Zeit, ihre Kraft, ihre Liebe.
Schriften aus ihrer Zeit zeichnen uns eine einfache, tief
in GOTT verwurzelte Frau, die "sowohl als geduldig
Wartende als auch mutig Unternehmende" das einzig
Notwendige zu ertasten suchte.
Gegenwärtig in GOTT wurde sie zum gegenwärtigen
Menschen für die Not und Armut ihrer Zeit. Im Gebet
reifte ihr Wirken, mit Hilfe des Gebetes traf sie ihre
Entscheidungen und versuchte unaufhörlich das Evangelium
in den Umständen des täglichen Lebens umzusetzen
- im Kontext ihrer Zeit und Welt.
Durch
die prägende Kraft ihres Lebenszeugnisses fanden
sich auf dem Arenberg bald schon junge Frauen ein, die
sich mit ihr den wachsenden Herausforderungen stellten.
Schwestern verließen nun das Mutterhaus, um in Städten
und Dörfern für Kinder, kranke, alte und benachteiligte
Menschen Not wendend da zu sein.
Neben dem Gästehaus hier in Koblenz sind Orte
unseres Wirkens sind Berlin, Michendorf, Düsseldorf,
Oberhausen, Remscheid, Kirn, Daleiden/Eifel, Wetten bei
Kevelaer und Rickenbach/Schweiz.
Ihre stilles Verlangen, als Missionarin nach China zu
gehen, blieb Mutter M. Cherubine verwehrt. Knapp 50 Jahre
nach ihrem Tod aber, 1963, konnten wir als Gemeinschaft
in Bolivien eine kleine Missionsstation errichten.
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