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| Unser
Ursprung |
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| DOMINIKUS |
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Diese Kurzformel dominikanischen Lebens, die auch die Konturen
einer der ältesten Darstellungen (13. Jahrhundert)
des heiligen Dominikus prägt, zeichnet treffend das
kontemplative Wesen unseres Ordensgründers: mit geschlossenen
Augen ruht er in GOTT, bewohnt er Sein Wort, das ihm Nahrung
ist, Wegweisung und Leben.
Gesammelt aus der Kraft des Schweigens und Betens, erfüllt
mit einer befreienden Heiterkeit und Einfachheit, mit ausgeprägter
Feinfühligkeit und Milde, beschenkt mit der Gabe echten
Mitleidens, die dem Menschen seine wahre Würde zurückgibt,
eröffnete Dominikus allen, die ihm begegneten, Horizonte
eines in Christus erlösten Lebens.
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Selbst
ergriffen vom grenzenlosen Erbarmen Gottes lag Dominikus
zutiefst das Heil des Menschen am Herzen; ausnahmslos
jedem neigte er sich liebend zu, ungeachtet seiner
Herkunft, seiner Bildung und seines Standes.
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Dominikus
lebte ganz aus der Hoffnung und Vorsehung und wurde darin
für seine Zeit der glaubwürdige, selbstlose Verkünder
des Evangeliums - Ort der Menschwerdung GOTTES.
Das Evangelium war für ihn Schlüssel zur Welt,
die Welt Schlüssel zum Evangelium, zur Heilsbotschaft
Jesu Christi. Die Berührung mit der von Irrtum und
existentieller Not verwundeten Menschheit ließ ihn
eintreten in das Geheimnis der Passion Jesu; Frau Angelico
hat ihn häufig am Fuße des Kreuzes gemalt. |
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"Für
das Heil der Welt" gründete Dominikus seinen
Orden, dem Papst Honorius III. 1217 den Namen "Prediger"
gab. So wie Jesus die Apostel, so sandte er seine
Brüder aus, den Menschen durch Wort und Beispiel
den lebendigen GOTT zu bringen - in Armut wie "der
Menschensohn, der keinen Ort hat, wo er sein Haupt
hinlegen kann" (Matthäus 8,20).
Dominikus "sprach nur von Gott und mit GOTT".
Der Tag gehörte den Menschen, die Nacht seinem
Schöpfer und Erlöser. Er verstand es auf
einzigartige Weise, Kontemplation und Aktion zu einer
Einheit zu verbinden und allem die nötige Zeit
und den gebührenden Raum zu schaffen: Gotteslob,
Studium, Gemeinschaft, Dienst an der Kirche und am
Leben.
Predigt ist nicht allein das Wort, sondern das gelungene
Ineinander von Verkündung und gelebtem Alltag.
Dominikus hat keine Schriften hinterlassen. Alle aber,
die mit ihm unterwegs waren oder in seiner Nähe
Heilung erfuhren, wurden zu Zeugen seiner tiefen Verbundenheit,
seiner lebendigen Beziehung zu GOTT.
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| Alles
stellte er in den Dienst des Evangeliums: seine Gesundheit,
seine Zeit, die täglichen Anforderungen, die Gestaltung
von Beziehungen, seine Talente, kurz sein ganzes Leben.
Dominikus strahlte durch sein Wort und sein Leben aus und
zeigte mit seinem klaren Lebenszeugnis, was es bedeutet,
Jesus nachzufolgen, in aller Radikalität und Entschiedenheit.
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| Wichtige
Lebensdaten |
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| zwischen
1173 und 75 in Caleruega, Kastilien geboren |
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| Mit
ca. 14 Jahren beginnt Dominikus das Studium
der "Freien Künste" in Palencia,
anschließend studiert er Theologie mit
dem Ziel des Priestertums. |
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| 1196 |
wird
Dominikus in das Domkapitel nach Osma gerufen.Er
wird Augustinerchorherr unter dem Prior Diego. |
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| 1201 |
Dominikus
ist Subprior des Kapitels und führt ein
zurückgezogenes Leben: seine Hauptaufgabe
ist das liturgische Gotteslob und die Kontemplation,
Fundament für seine kontemplative Berufung. |
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| 1203 |
Reisen
mit Diego nach Norddeutschland: Begegnung mit
den Kumanen |
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| 1206 |
Verhandlungen
mit Innozenz III. in Rom über die Missionierung
der Kumanen, die jedoch abgelehnt wird. |
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| 1206 |
Begegnung
mit drei päpstlichen Legaten und Zisterzienseräbten
bei Montpellier;
gemeinsame Bekämpfung der Häresien in Südfrankreich: Diego
rät den Legaten, ihre Missionsmethode zu ändern und arm, wie
die Apostel, und zu Fuß umherzuziehen - Predigt in "Wort und
Beispiel" |
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| 1206 |
(Dezember):
Diego und Dominikus gründen ein Frauenkloster
in Prouille; ein Jahr später stirbt Diego. |
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bis
1215 |
Erste
Brüder schließen sich Dominikus
an: das "Heilige Predigtwerk" beginnt
im Languedoc (Frankreich); Dominikus disputiert
mit den Irrenden, fördert das Anliegen
des Friedens und verkündet das unverfälschte
Wort Gottes. |
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| 1215 |
(April)
Gründung eines Diözesan-Predigerorden
in Toulouse; Fulco, Bischof von Toulouse, bestätigt
den Orden. Dominikus bittet Innozenz III. beim
IV. Laterankonzil in Rom um die Bestätigung
des Ordens. Dieser rät ihm, eine bereits
bestehende Regel zu übernehmen. |
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| 1216 |
Dominikus
und seine Brüder wählen die Regel
des hl. Augustinus. |
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| 1217 |
21.01:
Honorius III. bestätigt in Toulouse ihre
Predigttätigkeit als Ziel des Ordens und
gibt den Brüdern den Namen "Prediger":
der Auftrag zur weltweiten Verkündigung
beginnt. |
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| 1217 |
(Sommer):
Dominikus sendet seiner Brüder nach Paris
und Spanien. |
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| 1218 |
Dominikus
weilt in Rom, von wo aus er seine Brüder
nach Bologna sendet. Eigene Predigttätigkeit
in Spanien. |
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| 1219 |
Dominikus
weilt an der päpstlichen Kurie in Viterbo
und bekommt den offiziellen Auftrag, die römischen
Nonnen zu reformieren und sie im neugebauten
Kloster bei San Sisto zu vereinen. |
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| 1220 |
Das
erste Generalkapitel des Ordens in Bologna
gibt dem Orden eine neue Verfassung |
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| 1221 |
Dominikus
gründet das Reformkloster für Schwestern
bei San Sisto in Rom.
Ende Mai: Zweites Generalkapitel in Bologna
6. August: Dominikus stirbt in Bologna. |
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| 1234 |
Gregor
IX. spricht Dominikus heilig. |
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Die
Gebetshaltungen des heiligen Dominikus |

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